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Warum Merkurists Technologien mit den Big Playern der Branche mithalten können – ein Interview mit Meik Schwind

„An mangelndem Selbstbewusstsein wird Merkurist keinesfalls scheitern.“ Diesen Satz hört das junge Nachrichtenunternehmen Merkurist erstaunlich oft. Mit ihrem nie dagewesenen, digitalen Journalismus-Konzept regt das Unternehmen ihre Branche zum Umdenken an – und provoziert dabei bewusst. Merkurist hat über die Jahre Technologien entwickelt, die Potenzial haben, den gesamten Journalismus zu evolutionieren. Wir haben Merkurist-CTO Meik Schwind befragt, wie sie sich mit Oculus Tracking, User Profiling und dem Multi Armed Bandit gegen die Big Player der Technologie-Branche wie Google, Facebook und Amazon behaupten können.

Reporter: Meik Schwind, Sie haben als Mitbegründer und CTO von Merkurist die technologische Entwicklung des Unternehmens von Beginn an gestaltet und erlebt. Wir würden Sie diese Entwicklung der Jahre seit 2014 zusammenfassend beschreiben?

Schwind: Wir haben in diesen wenigen Jahren enorme technologische Sprünge geschaffen. Von Beginn an hatten wir ein Grundgerüst mit den essenziellen Tools für die Merkurist-Plattform. Diese konnten wir binnen kürzester Zeit immer weiter ausbauen und noch hilfreicher und wegweisender gestalten. Mittlerweile sind wir an einem Punkt angelangt, an dem wir unsere Leser vielleicht besser kennen als sie sich selbst und wir wertvolle Daten-Rückschlüsse ziehen können. Mit diesen machen wir unser System intelligenter und besser.

Reporter: Was wissen Sie denn über Ihre Leser?

Schwind: Wir erkennen anhand der Lesepräferenzen der Benutzer ihr Geschlecht, Alter, Einkommen, politische Richtung und mehr. Mit dem ausgeklügelten Oculus Tracking, ebenfalls ein selbstentwickeltes Merkurist-Tool, können wir feststellen, was die Benutzer in welcher Geschwindigkeit lesen und an welchen Stellen eines Artikels die Absprungrate steigt. So können wir unsere Artikel immer besser gestalten und sogar prognostizieren, welche Formulierungen eher gelesen werden. Dieses Wissen ist natürlich sehr attraktiv für Anzeigenkunden, die nun ihre Zielgruppe genau erreichen können.

Reporter: Was fangen Sie mit diesem Wissen an?

Schwind: Zunächst einmal steht Datenschutz bei uns an oberster Stelle. Wir geben die Daten unserer Leser nicht weiter und verkaufen sie nicht. Auch bleiben die Daten innerhalb der EU und wandern nicht über Server nach Amerika oder Timbuktu. Wir nutzen das Wissen lediglich, um unseren Benutzern ein besseres Leseerlebnis bieten zu können und unsere Plattform konsequent verbessern zu können.

Reporter: Wie regiert die Konkurrenz auf Ihre aufstrebenden Technologien?

Schwind: Alles andere als begeistert natürlich. Oft werden wir zunächst belächelt, man glaubt uns nicht, was wir bereits alles mit unseren Technologien anstellen können. Wenn wir ihnen tatsächlich zeigen und beweisen, was wir können, werden sie neugierig und möchten wissen, wie wir das anstellen. Das ist natürlich geheim. Unternehmen in den USA haben bereits versucht, an unsere Formeln heranzukommen. In China gibt es bereits billige Kopien davon. Aber an uns kommen sie einfach nicht heran!

Reporter: Vielen Dank für Ihre Antworten, Herr Schwind!

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